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FAQ 2 "Wie funktionieren Schreckschusswaffen?" Erweiterte Informationen 1. Kann man die Laufsperre entfernen? Dies wäre mit dem richtigen Werkzeug möglich, ist aber verboten und man würde sich strafbar machen. Jegliche Bearbeitung von waffenrelevanten Teilen ist verboten. 2. Wozu zählen waffenrelevante Teile? Der Lauf, das Patronenlager, der Rahmen (Griffstück) und der Verschluss/Schlitten. An allen anderen Teile dürfen Modifikationen vorgenommen werden. 3. Gibt es Full-Auto Schreckschusswaffen? Ja, diese sind in Deutschland aber verboten. Verboten ist auch der Umbau von halbautomatischen Schreckschusswaffen zu Full-Auto. 4. Woraus bestehen "Schreckschusswaffen"? Schreckschusswaffen bestehen hauptsächlich aus einer Zinklegierung. Einige gute Schreckschusswaffen bestehen auch zum Teil aus Stahl. 5. Wodurch wird bei einer scharfen Waffe der nötige Druck im Lauf aufgebaut, damit das Geschoss ausreichend beschleunigt wird und der Verschluss/Schlitten repetiert werden kann? Durch das Projektil, welches den Lauf versiegelt, um den nötigen Druck für die Operation des Verschlusses zu gewährleisten. 6. Auf welchem Funktionsprinzip beruht die Funktionsweise einer Schreckschusswaffe? Das Funktionsprinzip einer Schreckschusswaffe heißt "Feder-Masse-Verschluss" im Englischen heißt dieses Prinzip "Blow-Back". Wie der Name schon sagt, wird allein durch die Federkraft der sogenannten "Rückholfeder" und durch das Gewicht/Masse des Verschlusses dieser verschlossen gehalten, bis sich genügend Druck durch das verbrennende Pulver der Kartusche aufgebaut hat, um den Verschluss nach hinten zu drücken. Dabei wird die sich in der Kartuschenkammer befindliche Kartusche ausgeworfen und beim Vorwärtsfahren des Verschlusses eine neue Kartusche aus dem Magazin gedrückt und in die Kartuschenkammer geführt. Der Zyklus beginnt nun von vorne. 7. Gibt es auch ein anderes Funktionsprinzip für Schreckschusswaffen außer dem "Feder-Masse-Verschluss"? Nicht in Deutschland. Laut PTB Vorgabe muss der Lauf fest mit dem Griffstück verbunden sein. Diese Regelung soll verhindern, dass man den Lauf gegen einen richtigen Lauf tauschen kann, um scharfe Munition verschießen zu können. Demnach gibt es in Deutschland keine Schreckschusswaffe, die mit einem verriegelten Verschluss arbeitet. Ein verriegelter Verschluss funktioniert mit einem sich bewegenden Lauf (Lauf kippt hinten am Patronenlager nach unten und entriegelt den Verschluss). Dies ist aber laut PTB nicht erlaubt. 8. Wie stark oder wie viel Druck darf Schreckschussmunition entwickeln/aufbauen? Pistolenmunition für Schreckschusswaffen darf einen Maximalwert von 450bar erreichen. Revolvermunition nur 250bar Maximaldruck. 9. Gibt es auch stärkere Platzpatronen/Kartuschen? Ja, gibt es. Sogenannte Viehbetäubungskartuschen. Diese sind aber nur für Viehbetäubungsgeräte zugelassen. Zum Beispiel für den Schlachter, der eine Kuh für die weitere Zubereitung erlegen muss. Viehbetäubungskartuschen dürfen nicht aus Schreckschusswaffen verschossen werden, da diese durch den erhöhten Druck beschädigt und zerstört werden könnten. Personenschäden sind dabei nicht auszuschließen. Gängige Viehbetäubungskartuschen haben das Kaliber 9mmR. 10. Wann wurde meine Schreckschusswaffe gebaut? Auf einer Schreckschusswaffe gibt es Beschusszeichen. Dabei sind auch immer zwei Buchstaben. Aus diesen zwei Buchstaben lässt sich das Beschussjahr ablesen. Die Buchstaben reichen von A-K. Ein J gibt es nicht. A - 0 B - 1 C - 2 D - 3 E - 4 F - 5 G - 6 H - 7 I - 8 K - 9 Steht auf der Schreckschusswaffe ein BD ist es Beschuss 2013. AA ist z.B. 2000 und AB 2001 usw. Wichtige Beschusszeichen: http://www.abload.de/img/beschusszeichendeutscswags.png